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Basellandschaftlicher Apotheker-Verband

Frau Nadine Minder, lic.iur.
Elisabethenstrasse 23
4051 Basel

Fon 061 273 86 71
Fax 061 273 86 73

04.03.2015
Was ist ein Polymedikationscheck?
Medikamente sicher und einfach organisiert

Morgens, mittags oder abends? Nach dem Essen – oder war es doch schon davor? Wer mehrere Medikamente einnimmt, muss dabei vieles beachten. Ein Beratungsgespräch mit dem Apotheker hilft, den Überblick zu behalten – und die Therapie möglichst einfach zu organisieren.
Silvia Weigel, pharmaSuisse

Nicht einmal die Hälfte der Patienten nimmt ihre Medikamente so ein, wie es sein sollte – dies teilt die Weltgesundheitsorganisation WHO mit. Ein alarmierender Zustand, denn Medikamente können nur dann wie gewünscht wirken, wenn sie regelmässig korrekt und zum richtigen Zeitpunkt eingenommen werden. Einnahmefehler oder Lücken bei der Einnahme können schwerwiegende Folgen haben. Doch gerade für Menschen, die über längere Zeit mehrere Medikamente einnehmen müssen, ist es oft schwer, den Überblick zu behalten. Ein persönliches Beratungsgespräch mit dem Apotheker kann dabei helfen.

Kein Stress dank Dosierungshilfe
«Durch die Krankheit ist man schon genügend geschwächt», sagt Herbert Alder aus Burgdorf. Deshalb sei er für jede Unterstützung dankbar. Bei seinem Apotheker Thomas Zbinden in Burgdorf hat er deshalb gern ein persönliches Beratungsgespräch in Anspruch genommen, bei dem der Apotheker die Medikamente überprüft und Tipps zur korrekten Einnahme gegeben hat. Sieben Medikamente muss Herbert Alder täglich einnehmen – vor allem gegen seinen Diabetes und Herzprobleme. Dabei müssen die Medikamente jeweils zu einem anderen Zeitpunkt eingenommen werden. Um das zu erleichtern, hat Apotheker Thomas Zbinden dem 76-Jährigen gezeigt, wie er alle Medikamente in ein Dosiersystem für die ganze Woche abfüllen kann. Ist die Dosierhilfe einmal richtig abgefüllt, ist jeweils klar, welche Medikamente an welchem Tag und zu welchem Zeitpunkt genommen werden müssen. Herbert Alder sagt: «So ist es viel einfacher. Man muss sich nur einmal am Wochenende konzentrieren, um die Tabletten abzufüllen − danach hat man keinen Stress mehr.»

Krankenkasse zahlt
Das Beratungsgespräch mit dem Apotheker findet in einer diskreten Beratungsecke statt und dauert in der Regel zwischen 15 und 25 Minuten. Dabei werden alle Fragen rund um die Dauermedikation geklärt. Die Vorteile:
➔ Bedenken bezüglich der verordneten Medikamente werden besprochen.
➔ Der Sinn der verschriebenen Einnahmedauer und Dosierung wird erklärt.
➔ Die korrekte und regelmässige Einnahme wird sichergestellt.
➔ Bei Bedarf füllt der Apotheker die Dosierhilfe ab.
Bereits ab vier dauerhaft verschriebenen Medikamenten übernimmt die Grundversicherung die Kosten für Beratung und Dosierungshilfen vollumfänglich. «So ein Gespräch kann ich nur jedem empfehlen. Ich jedenfalls habe es mit Freuden in Anspruch genommen», sagt Herbert Alder.


Quelle: astreaApotheke, Ausgabe März 2015



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