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Basellandschaftlicher Apotheker-Verband

Frau Nadine Minder, lic.iur.
Elisabethenstrasse 23
4051 Basel

Fon 061 273 86 71
Fax 061 273 86 73

05.07.2017
«Der Polymedikations-Check gibt Sicherheit»

Wer regelmässig auf vier oder mehr verschiedene Medikamente angewiesen ist, verliert schnell den Überblick. Mit einer umfassenden Beratung hilft Ihnen die Apothekerin, die Einnahme und Dosierung Ihrer Medikamente im Griff zu haben und Ihre Therapie möglichst einfach zu organisieren.
Rahel Rohrer, pharmaSuisse

Habe ich die kleine weisse Tablette heute schon eingenommen? Sollte ich sie eine halbe Stunde vor dem Mittagessen oder eine halbe Stunde nach dem Abendessen einnehmen? Darf ich die grosse rosarote Tablette auch halbieren, damit ich sie besser schlucken kann? Bei mehreren Medikamenten den Überblick zu behalten, ist gar nicht so einfach. Die Apotheke bietet mit gezielter persönlicher Beratung Hilfe.

Einnahmezeitpunkt spielt entscheidende Rolle
«Die doppelte Menge, die falsche Kombination oder ein ungünstiger Einnahmezeitpunkt – das alles kann den Therapieerfolg des Patienten stark beeinflussen.» Das sagt Melanie Albert, die als Apothekerin in der Apotheke Dr. Guntern in Brig arbeitet. Die Walliserin weiss, wovon sie spricht: Ihre Diplomarbeit zur Apothekerin FPH Offizinpharmazie widmete sie dem Polymedikations-Check. Der Polymedikations-Check (kurz PMC) ist eine Beratungsdienstleistung, die in jeder Apotheke in der Schweiz angeboten wird. Sie ist auf Patienten abgestimmt, die während mindestens drei Monaten vier oder mehr Medikamente regelmässig einnehmen müssen.

Auf die Mischung kommt’s an
Beim Beratungsgespräch bespricht die Apothekerin mit der Patientin bzw. dem Patienten in aller Ruhe alle Medikamente, die sie oder er einnehmen muss. «Die Selbstmedikation mit rezeptfreien Medikamenten geht dabei häufig vergessen», weiss Melanie Albert, «aber auch ein scheinbar harmloses Schmerzmittel kann in Kombination mit anderen Medikamenten zu unerwünschten Reaktionen führen.» Sie nennt als Beispiel die Kombination eines Blutdrucksenkers mit dem Wirkstoff Ibuprofen, der in vielen rezeptfreien Schmerzmitteln enthalten ist. Die längerfristige Einnahme kann zu höherem Blutdruck führen!

Mehr Verständnis, mehr Sicherheit
Im Zentrum der PMC-Beratung stehen neben der Selbstmedikation natürlich auch die rezeptpflichtigen Medikamente. «Eine Patientin nahm nach einem Orts- und Arztwechsel das Originalmedikament weiterhin ein – und dazu noch ein neu verordnetes Generikum. Kein Wunder, fiel ihr Blutdruck in den Keller», erinnert sich die Apothekerin. Generell bespricht die Apothekerin in der PMC-Beratung alle einzunehmenden Medikamente und erklärt, was für was beziehungsweise was gegen was ist. Sie checkt, ob sich die Medikamente gegenseitig beeinflussen und ob sie ihre Wirkung entfalten können. Sie prüft, ob die Dosierung stimmt. Und sie hilft ihren Kunden auch bei Einnahmeschwierigkeiten, indem sie etwa Alternativen in Form von Sirup oder Brausetabletten aufzeigt. Nach Möglichkeit wird versucht, die Medikation zu optimieren, indem man die Anzahl Medikamente reduziert. Solche Änderungen werden stets nach Rücksprache mit dem Arzt vorgenommen.

Individueller Medikamentenplan
Die Rückmeldungen nach den Beratungen seien durchwegs positiv, erzählt Melanie Albert. «Die Patientinnen und Patienten gehen mit einem guten Gefühl nach Hause. Sie gewinnen an Sicherheit, weil sie ein besseres Verständnis für die Medikamente und ihre Wirkung haben.» Auch das Wochendosiersystem, das in der Beratung oft empfohlen wird, bringt den Patienten im Alltag eine willkommene Unterstützung. «Eine Kundin hat nach der eigenen Beratung gleich ihren Mann angemeldet», freut sich die Apothekerin. «Es ist ein erfüllendes Gefühl, wenn die Patienten von ihrer Therapie überzeugt und motiviert zur Apotheke hinausgehen.»



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