Zur Startseite
startseite | nofalldienste | geschäftsstelle | sitemap | impressum
 
 
   

Basellandschaftlicher Apotheker-Verband

Frau Nadine Minder, lic.iur.
Elisabethenstrasse 23
4051 Basel

Fon 061 273 86 71

02.11.2017
«Ich will immer eine Lösung präsentieren»

Mit netCare-Beratungen hilft Apotheker Alfred Chappuis seinen Kunden als erste Anlaufstelle weiter. Entweder hat er die passende Lösung gleich in den TopPharm SchlossApotheken in Laupen parat – oder er zieht einen Arzt bei.
Rahel Rohrer, pharmaSuisse

Schön sieht sie aus und gross ist sie. «Mir war wichtig, dass die Atmosphäre warm ist, der Kunde soll sich wohlfühlen», sagt Alfred Chappuis, der die TopPharm Schloss Apotheke im PolyCenter in Laupen leitet. Als er vor vier Jahren seine Stelle als Apotheker antrat, wurde er gleich in die Entscheidung miteinbezogen, ob in Laupen zusätzlich zur TopPharm SchlossApotheke im «Stedtli» im historischen Stadtkern noch eine zweite im neuen PolyCenter eröffnet werden soll. Chappuis erkannte das Potenzial: 180 Quadratmeter Ladenfläche, eingebettet in ein grosses Coop mit Bau+Hobby, Kleider- und Schuhläden, Coiffeur, Fitnesszentrum, Ärztezentrum, Zahnarzt und Café. Seine Entscheidung war richtig: «Die Leute finden es praktisch, dass Sie hier alles unter einem Dach finden.»

Umfassendes Angebot
Chappuis’ Team in beiden Apotheken besteht aus 27 Angestellten, darunter sechs Apothekerinnen und Apotheker und fünf Lernende. «Unser Einzugsgebiet ist gross», erzählt Chappuis, «und wir haben zwischen beiden Apotheken einen guten Austausch. Sei es vom Personal, aber auch von den Kunden her. So sind zum Beispiel elektronisch hinterlegte Rezepte von beiden Standorten aus abrufbar. Die Grösse der Apotheke am Standort PolyCenter erlaubt sogar, neben vielen Heilkräutern und Nahrungsergänzungsmitteln, Kosmetik-, Parfümerie- und kleine selbstgenähte Geschenkartikel, die eine ehemalige Mitarbeiterin hobbymässig anfertigt, anzubieten. «Unser kleines Kosmetikstudio ist ebenfalls sehr gut besucht», sagt Chappuis stolz.

Doch die Kernkompetenz des Apothekers aus Leidenschaft liegt natürlich nicht in der Kosmetik, sondern in der medizinischen Grundversorgung. «Wir stellen viele Salben, Lösungen und Medikamente selber her – für Mensch und Tier.» Immer mehr sind auch Messungen gefragt wie zum Beispiel Eisenmangel oder Entzündungswerte zur Feststellung eines bakteriellen Infekts.
«Obwohl der Kunde die Messungen selber bezahlen muss, weil sie nicht durch dessen Krankenversicherung gedeckt sind, kommen die Dienstleistungen gut an, vor allem, weil kein Arzttermin vereinbart werden muss und es gleich während des Einkaufens erledigt werden kann.»

FĂĽr den Nuggi aus dem Bett
Auch Grippeimpfung, Darmkrebsvorsorge mit Stuhltest, Polymedikations-Check (Überprüfung und Beratung bei der Einnahme von mehr als vier ärztlich verschriebenen Medikamenten) sind oft nachgefragte Dienstleistungen in den TopPharm SchlossApotheken. Zudem:
«Wir machen 365 Tage pro Jahr Notfalldienst.» Mehrmals pro Monat wird Chappuis aus dem Bett geklingelt. «Manchmal sind die Leute nur schon megafroh, wenn sie einen Nuggi ersetzen können.»

netCare – Lösung in der Apotheke
Oft geht es allerdings ans Eingemachte. Fälle, die nicht harmlos sind, Fälle, bei denen es eigentlich zuspät ist oder Fälle, die ins Schema von netCare passen. Bei netCare geht es darum, dem Patienten direkt in der Apotheke ohne Voranmeldung medizinische Beratung und Hilfe zu leisten und bei Bedarf einen Arzt per Telekommunikation herbeizuziehen. Der Patient bekommt sofortdas richtige Medikament, das gegebenenfalls auch rezeptpflichtig ist. Rund 400 netCare-Beratungen führen Chappuis und seine Apotheker-Kollegen jährlich in beiden Apotheken insgesamt durch. «Am häufigsten sind Blasenentzündung, Bindehautentzündung und verschiedene Hauterkrankungen», so der junge Apotheker. «Die Leute wissen, dass sie in der Apotheke eine Lösung erhalten.» Sogar die Jüngsten sind froh darum, wie der 16-Jährige, der seine Schürfungen des Töffliunfalls vor seinen Eltern geheim halten wollte …

Kompetente Begleitung sichergestellt
«Ich habe durchwegs positive Rückmeldungen», so Chappuis, «die Kunden schätzen extrem, rasch, unkompliziert und zielführend Hilfe zu erhalten. Und unsere Beratung hört nicht in der Apotheke auf: Wir erkundigen uns nach zwei, drei Tagen telefonisch beim Kunden, wie es ihm geht.» Oft handelt es sich bei den Kunden um eher jüngere und «mittelalterliche» Menschen, die nicht regelmässig zum Arzt gehen, oder um Eltern mit Kindern. Chappuis ist von netCare überzeugt und hat nach dem gleichen System mit hinterlegten Algorithmen weitere Fragebogen z. B. für Ohrenentzündung entwickelt. «Vielleicht läuft nicht alles unter dem Namen netCare – aber wir bieten eine Lösung an. Ich finde wissenschaftlich gestützte Fragebogen zusammen mit unserem Fachwissen ein ausgezeichnetes Hilfsmittel und wir dokumentieren viel mit Fotos. Natürlich schicke ich die Kunden manchmal zum Arzt weiter – aber auch das ist eine Lösung.»

Zusammenarbeit mit Ă„rzten
Die Ärzte ihrerseits seien interessiert, dass sie sich auf ihre Kernkompetenzen und die schwierigeren Fälle konzentrieren könnten. «Das Zusammenspiel der verschiedenen Berufe im Gesundheitsweisen wird sich noch mehr durchmischen», ist der Pharmazeut überzeugt. «Wir müssen die Wege kurz halten und hohe Qualität bieten.» Eine intensive und längerfristige Zusammenarbeit pflegt Alfred Chappuis bereits mit der Klinik Bethesda in Tschugg und dem Ärztezentrum «Praxis um Bern» der Lindenhofgruppe, das im PolyCenter auf gleichem Stock seine Dienste anbietet.

Apotheker Alfred Chappuis
Seine Berufswahl hat der gebürtige Luzerner zwischen Zahnarzt, Tierarzt und Arzt ausgemacht. «Den Leuten immer nur in den Mund zu schauen, das stellte ich mir doch nach ein paar Jahren langweilig vor.» Bei der Veterinärmedizin kam ihm eine Allergie dazwischen. «Und der Arzt war mir zu wenig abwechslungsreich». So kam es, dass der heute 34-Jährige in Basel Pharmazie studierte. «Ich musste während des Studiums mein Geld mit Ferienjobs verdienen. Mein Umfeld war überhaupt nicht akademisch.» Dafür hat er den Geschäftssinn mit in die Wiege gelegt bekommen.
«Ich würde alles genau wieder so machen. Der Apothekerberuf ist extrem vielseitig und bringt immer wieder Neues, z. B. im Bereich Fortbildungen oder im Marketing.» Alfred Chappuis arbeitete als Apotheker auf der Bettmeralp und in Sursee, bevor er 2013 zu den TopPharm SchlossApotheken in Laupen stiess.
Seit 2015 ist er Geschäftsführer. Der Frischverheiratete wohnt mit seiner Frau,
einer Drogistin FH, in Liebewil, Köniz.



Übersicht aller aktuellen Einträge
Zurück zur Homepage