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Basellandschaftlicher Apotheker-Verband

Frau Nadine Minder, lic.iur.
Elisabethenstrasse 23
4051 Basel

Fon 061 273 86 71

31.05.2018
Medikamente am Steuer: erst fragen, dann fahren

Die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung, die Apotheker und die Ärzte spannen zusammen. Mit einer mehrjährigen Kampagne wollen sie die Bevölkerung vor Risiken warnen: Medikamente und Autofahren sind ziemlich oft nicht die besten Freunde.
Rahel Rohrer, pharmaSuisse

Bei Alkohol ist klar: Wer fährt, trinkt nicht. Wer müde ist, setzt sich auch nicht ans Steuer. Und sich unter Drogeneinfluss dem Strassenverkehr auszusetzen – keine gute Idee. Doch wie steht es mit Medikamenten? Genau hier setzt die Kampagne der bfu an. Im Zentrum steht die Aufforderung: Erst fragen, dann fahren. Erkundigen Sie sich also am besten immer in Ihrer Apotheke, wenn Sie Medikamente einnehmen und Auto, Töff, E-Bike oder Velo fahren.

Verkehrsunfälle vermeiden
In der Schweiz werden bei Strassenverkehrsunfällen, die auf die Einnahme von Medikamenten oder Drogen zurückzuführen sind, jährlich rund 150 Personen schwer verletzt oder getötet. Einerseits ermöglichen manche Medikamente kranken Menschen, beispielsweise bei Epilepsie oder Diabetes, überhaupt erst das Fahren. Anderseits können rund 3500 in der Schweiz vertriebene Heilmittel und Medikamente – darunter auch viele rezeptfrei erhältliche Produkte – die Fahrfähigkeit ungeachtet des Alters beeinträchtigen. Seien Sie darum vorsichtig und fragen Sie Ihren Apotheker zu Nebenwirkungen, bevor Sie sich unter Medikamenteneinfluss ans Steuer setzen oder auf den Sattel schwingen. Sie schützen damit sich selbst und andere Verkehrsteilnehmende.

Tipps zu Ihrer Sicherheit
Folgende Tipps helfen, sicher durch den Verkehr zu kommen:

  • Fragen Sie Ihre Apothekerin zu möglichen Nebenwirkungen eines Medikaments. Oft gibt es andere Präparate mit gleicher Wirkung, die die Fahrfähigkeit nicht beeinträchtigen.
  • Seien Sie vorsichtig bei der Einnahme von Schlafmitteln: Sie können auch am Folgetag noch Wirkung zeigen.
  • Verändern Sie die vorgeschriebene Dosis nur auf Rat einer Fachperson.
  • Vermeiden Sie Alkohol, wenn Sie Medikamente einnehmen: Er kann die Wirkung verstärken oder aufheben.
  • Setzen Sie sich nur ans Steuer, wenn Sie im Vollbesitz Ihrer Kräfte und ausgeruht sind.

Medikamente, die die Fahrfähigkeit beeinträchtigen können
Medikamente wirken auf das zentrale Nervensystem ein und können die Fahrfähigkeit beeinträchtigen.

Insbesondere ist Vorsicht am Platz bei

  • Grippemitteln
  • Migränemitteln
  • Schmerzmitteln
  • Beruhigungs- und Schlafmitteln
  • Augentropfen und -salben
  • Medikamenten gegen Allergien
  • Medikamenten gegen Depressionen (Antidepressiva)
  • Medikamenten gegen Psychosen (Neuroleptika)
  • Aufputschmitteln (z. B. Appetitzügler)
  • blutdrucksenkenden Medikamenten
  • gewissen Mitteln auf Pflanzenbasis

Diese Aufzählung ist nicht vollständig. Auch die Kombination mit Alkohol oder anderen Medikamenten oder Substanzen kann Ihre Fahrfähigkeit beeinträchtigen. Erkundigen Sie sich am besten bei Ihrem Apotheker und lesen Sie die Packungsbeilage. Nachfragen lohnt sich immer – auch bei rezeptfreien Medikamenten.

Alle Informationen zur Kampagne erhalten Sie in Ihrer Apotheke oder unter
www.fragen-dann-fahren.ch
.


Lesen Sie den ganzen Artikel unter www.astrea-apotheke.ch

Quelle: astreaApotheke, Ausgabe Juni 2018



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