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Krankheitsübertragungen zwischen Tier und Mensch

Würmer (v.a. Spul- und Madenwürmer) übertragen sich leicht durch Handkontakt, verunreinigtes Gemüse oder Trinkwasser, spielende Kinder, die ihre Hände vom Boden in den Mund nehmen und den Kontakt mit Tieren, welche Überträger sein können, durch streicheln oder küssen (v.a. Jungtiere). Die Eier, die der Mensch so aufnimmt, treten einen Entwicklungsgang an: vom Magen-, Darmtrakt, über Leber-Herz-Lunge-Luftröhre zurück über Speiseröhre in den Darm. Erst 2-3 Monate nach dem Erstbefall scheidet man reife Eier im Stuhl aus, die von Auge nicht sichtbar sind. Sind von Auge Würmer ersichtlich, spricht dies für einen starken Befall.

Therapiemöglichkeiten sind Tabletten als Einmaldosis, berechnet auf das Körpergewicht und das Entwurmen von Haustieren. Symptome bei Wurmbefall können sein: Husten, leichtes Fieber, Bauchbeschwerden, Verstopfung, Durchfall bis zu Gewichtsabnahme.

Zu den gefährlichsten Würmern zählt der Fuchsbandwurm; er verursacht im Menschen einen tumorähnlichen Befall der Leber. Vorsichtsmassnahmen sind gutes Waschen von Speisen (Gemüse, Pilze, Beeren) und die Kinder aufklären. Familienangehörige von Betroffenen sollten sich mitbehandeln.

Neuartige Viruserkrankungen entstehen häufig durch das Zusammenleben von ungeimpften Tieren und Menschen auf engstem Raum, was im Menschen einen dauernden Infektionsdruck auslösen kann und so auch eine Übertragung von mutierenden Viren ermöglicht. So sind CH-Kontroll- und Meldestellen sehr wichtig für die Bevölkerung, wie das Bundesamt für Gesundheit und das Bundesamt für Veterinärwesen, in enger Kooperation mit der WHO (Welt-Gesundheitsorganisation).

Zecken können Krankheitsüberträger von Bakterien oder Viren sein (Auslöser für Hirnhautentzündung). Die Behandlungsmöglichkeiten heute sind sehr gut dank den Aufklärungskampagnen, der Eigenbeobachtung und den Zeckenkarten mit den Endemiegebieten.

Salmonellen, ein bakterieller Erreger, finden sich in Nahrungsmittel wie gefrorenem Geflügel, Eiern sowie eiweissreichen Nahrungsmitteln wie Fleisch oder Milch. Aber auch auf unkontrolliert importierten Tieren. Die Tiere erkranken selber häufig nicht, anders der Mensch. Symptome sind: Unwohlsein, Bauchschmerzen, wässriger Durchfall, Erbrechen, Fieber. Auch Allergien können durch ein Tier verursacht werden.

Milben, beziehungsweise ihre Ausscheidungsprodukte, können die Atemwege beim Menschen reizen und zu Niesen, Schnupfen und Husten bis Atembeschwerden während des ganzen Jahres führen.

Allergene der Katzen und Hunde sind der eiweissreiche Speichel, auf ihren Haaren und Hautschuppen. Bei Vögeln findet man sie als puderige Substanz auf den Federn (Talgmaterial und Speichel), die wir inhalieren können. Gute hygienische Massnahmen, bevor man ein Tier weggeben muss, sind:

  • Tiere nicht ins Schlafzimmer lassen
  • 1 x wöchentlich waschen oder bürsten im Freien
  • Polstermöbel bedecken

Teppiche und Spannteppiche wegen schlechter Reinigung entfernen. Reinigung muss wichtig sein auch für ungebetene Gäste im Haus wie dem Floh: Nur 5% der Flohsippe befindet sich auf dem Tier. 95% leben als Eier, Larven oder Puppen in der Wohnung, auf Teppichen und Teppichböden.

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